Weihnachtsempfehlungen aus dem Literaturhaus Köln

Weihnachtsfeier Literaturhaus Köln

Alle sprechen von Weihnachtsfeiern – das Literaturhaus bot eine. Bei Keksen, Punsch oder Glühwein und Kerzenschein wurden gestern Abend Buchempfehlungen ausgetauscht. Die Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach, Vorstandsvorsitzender des Literaturhaus Köln e.V. Dr. Ulrich Wackerhagen sowie weitere Vorstandsmitglieder und die Mitarbeiterinnen des Literaturhauses legten in kleiner Runde aktuelle und weniger aktuelle Bücher ans Herz, die sie bewegt, beschäftigt, berührt oder belustigt haben. 

Empfehlungen des Literaturhauses

  • Robyn Davidson: Spuren (Rowohlt Taschenbuch)
  • John Steinbeck: Tortilla Flat (dtv)
  • Rolf Persch: abschied nehme ich schon immer (Sprungturm)
  • Didier Eribon: Rückkehr nach Reims (edition Suhrkamp)
  • Christoph Ransmayr: Cox oder der Lauf der Zeit (Fischer)
  • Wilhelm Genazino: Außer uns spricht niemand über uns (Hanser)
  • Heinrich Steinfest: Das himmlische Kind (DroemerKnaur)
  • Griet Op de Beeck: Komm her und lass dich küssen (btb)
  • Lot Vekemans: Ein Brautkleid aus Warschau (Wallstein)
  • Sylvie Schenk: Schnell, dein Leben (Hanser)
  • Rainer Erlinger: Höflichkeit. Vom Wert einer wertlosen Tugend (Fischer)

Ines Dettmann vom jungen Literaturhaus Köln empfahl uns nicht das gedruckte, sondern das gesprochene Wort und stellte zwei Hörbücher vor, die nicht nur den Kindern Spaß machen, sondern auf die man sich als Erwachsener auch freut, sie gemeinsam anzuhören.

Empfehlungen des jungen Literaturhauses

  • Jorry John / Mac Barnett: Miles & Niles. Gehirnzellen im Hinterhalt. Gelesen von Christoph Maria Herbst (Der Hörverlag; ab 10 Jahren)
  • Torben Kuhlmann: Lindbergh. Die Abenteuer einer fliegenden Maus. Gelesen von Bastian Pastewka (Der Hörverlag; ab 5 Jahren)

Der eine oder andere Titel ist also heute Abend auf meine Wunschliste gewandert. Besonders ein Buch steht da jetzt drauf – und zusätzlich in meinem Kalender: Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara. Der Titel steht nicht auf der Weihnachtsliste, weil er erst am 30. Januar 2017 auf Deutsch (bei Hanser) erscheint. Leiterin des Literaturhauses Bettina Fischer hat ihn bereits und gab uns schon mal einen kleinen Ausblick: Erzählt wird die Geschichte von vier Freunden, die sich am College kennenlernten. Und der Verlag schreibt: „Ein wenig Leben ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.“

Neben den Empfehlungen gab’s einen Bücherbasar, der für jeden Geschmack etwas bot. Für kleine Spenden ans Literaturhaus Köln konnten so Buchgeschenke für Freunde, Familie oder für einen selbst erworben werden. Und ich gestehe: Das Buchkauf-Verbot der Buchmesseblues-Challenge wurde für diesen Abend ausgesetzt. Ich habe mich schon deutlich zurück gehalten, aber drei Bücher haben mich dann doch nach Hause begleitet. Zwei davon verrate ich noch nicht, da ich sie demnächst an euch verlosen werde (und selbst bereits ein Exemplar besitze). Ganz neu dazu gekommen ist eine Biographie: Franz Kafka. Der Mann aus Prag (Edition Virgines). Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie eine Biographie gelesen habe und das dringend aufholen möchte. (Ich bin übrigens für jede Biographie-Leseempfehlung dankbar!) Nun kann ich diese Lücke füllen und demnächst mit Wissen über Franz Kafka glänzen.

Was sind denn eure persönlichen Leseempfehlungen über Weihnachten?

4 Kommentare

  1. Ein wenig Leben (A Little Life) von Hanya Yanagihara hab ich bereits letztes Jahr auf Englisch gelesen. Ach, dieses Buch… ich denke entweder man liebt es oder hasst es. Leider gehöre ich in die zweite Kategorie, auch wenn ich es wirklich mögen wollte. Es ist definitiv ein erschütterndes Buch, das mich zu Anfang auch noch sehr mitgenommen hat. Leider hat es sich irgendwann ins Absurde entwickelt, alle Figuren außer der Hauptperson waren sehr unausgearbeitet und Handlungen oft schwer nachvollziehbar. Am Ende konnte ich nur noch genervt die Augen verdrehen. Das ist allerdings nur meine Meinung. Bin jedenfalls sehr gespannt, was du davon halten wirst. Ich habe bereits die größten Lobreden sowie auch Hassbeiträge dazu gelesen 😀 Vielleicht sollte ich auch mal eine Rezi dazu schreiben.
    LG Jen

    1. Hallo Jennifer,
      diese Rezension solltest du unbedingt schreiben! – Jetzt bin ich nur noch umso gespannter auf das Buch, wie es mir gefallen wird 😉 Solche Fälle von „Entweder man liebt oder hasst es“ gibt’s in letzter Zeit irgendwie immer häufiger, habe ich das Gefühl … ich schleiche selbst noch um eine Rezension rum, die ich eigentlich gerne schreiben möchte, weil das Buch bisher überall in den Himmel gelobt wurde, mir aber überhaupt nicht zusagte – aber irgendwie schreibt man ja doch lieber Rezensionen über Bücher, die einen begeistert haben …
      Liebe Grüße
      Kerstin 🙂

  2. Jenny sagt: Antworten

    Lies mal „du sagst es“ von connie Palmen. Ist zwar eine fiktive Biografie, aber soooo schön und gut recherchiert.

    1. Fiktive Biographie – das klingt interessant. Das schaue ich mir mal an. Danke 🙂

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