Neu im Regal: Dezember & Januar

Neu im Regal: Dezember & Januar

Eigentlich hatte ich nicht vor, in den letzten zwei Monaten weitere Neuzugänge zu bekommen, aber dann kommt es ja doch wieder anders als man denkt. Unfassbare 10 Bücher haben es in mein Regal geschafft – ich bin ein bisschen fassungslos und habe jetzt some serious reading to do 😉

* * *

Herbert Schmidt: Franz Kafka. Der Mann aus Prag

Auf der Weihnachtsfeier des Literaturhaus Köln gab es einen Bücherbasar. Neben zwei Büchern, die ich demnächst hier verlosen werde, habe ich dort aber auch diese Biographie (erschienen bei Edition Virgines) entdeckt und musste sie einpacken. Ich habe mir fest vorgenommen, dieses Jahr mehr Biographien zu lesen, und auch wenn ich Kafka immer ein wenig schwierig finde, ist er dennoch keine unwichtige oder uninteressante Persönlichkeit. Also konnte ich einfach nicht widerstehen, diesem Buch ein neues Zuhause zu geben.

Ruth-Esther Geiger: Marilyn Monroe

Diesen Neuzugang habe ich der lieben Anabelle von Stehlblüten zu verdanken. Nachdem ich einen recht interessanten Artikel zu Marilyn Monroe in der Zeitung gelesen hatte, habe ich auf Twitter herum gefragt, ob jemand eine gute Biographie zu ihr kennt. Nachdem ich bei einer kleinen Aktion von ihr auf Instagram den Weihnachtselch auf einem ihrer Fotos wiedergefunden hatte, schickte sie mir eine tolle Weihnachtsüberraschung: ein Päckchen, in dem unter anderem diese Biographie war. Übrigens hat sie so auch für ein bibliophiles Weihnachten gesorgt, denn es war das einzige Buch, das für mich unterm Weihnachtsbaum landete.

Frank Kelleter: David Bowie. 100 Seiten

Am 10. Januar jährte sich David Bowies Todestag zum ersten Mal. Der Reclam-Verlag hat ihm eine Ausgabe in seiner neuen Reihe „100 Seiten“ gewidmet. Ich hatte mir davon erhofft, mehr über sein Leben und ihn als Künstler zu erfahren, aber wie ihr hier lesen könnt ist dieses Buch eher etwas für Liebhaber als Neuentdecker seiner Kunst.

Sabaa Tahir: Elias & Laia. Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Der zweite Teil dieser Trilogie hat seinen Weg zu mir gefunden, obwohl ich Teil 1 noch gar nicht gelesen habe. Aber er steht schon länger in meinem Regal und soll wohl recht gut sein, während die Fortsetzung die Meinung der Leser teilt. Ich habe keine Ahnung, wann ich dazu kommen werde, diese beiden Bücher zu lesen, da sie auch nicht unbedingt dünn sind, aber als Bastei Lübbe, zu dem der One Verlag gehört, seine Bloggerdatenbank aktualisierte und im Zuge dessen ein Freiexemplar nach Wunsch an die Blogger schickte, fiel meine Wahl ziemlich schnell auf den zweiten Band dieser Reihe.

Tom Shippey: J.R.R. Tolkien. Autor des Jahrhunderts

Die gute Bella von Bella’s Wonderworld hat im Zuge des #TolkienYear diese besondere Biographie rezensiert und in ihrer Besprechung besonders herausgearbeitet, dass Shippey auch die linguistische Bedeutung Tolkiens in seinem Buch behandelt. Als Studentin der Literatur- und Sprachwissenschaft kenne ich Tolkien nicht nur als Erschaffer eines unglaublichen Fantasy-Universums mit seinen zwei berühmten Geschichten um Bilbo Beutlin und Frodo Beutlin. Ich schätze ihn auch als Linguisten, der mehrere Sprachen erfunden hat – als Kind wollte ich unbedingt Elbisch lernen, aber verdammt, das ist schwer. Der Klett-Cotta Verlag verspricht im Klappentext eine sprachgeschichtliche Analyse, welche die Fantasy-Charaktere als „‚moderne‘ Figuren und als Zeitgenossen Tolkiens“ herausarbeitet. Ich bin sehr gespannt!

Neu im Regal: Dezember & Januar

J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit

Bleiben wir direkt bei Tolkien und Bella. Momentan organisiert sie nämlich eine Leserunde zum Kleinen Hobbit, an der ich teilnehme (wenn auch etwas stiefmütterlich, weil ich einfach nicht mit dem Lesen voran komme). Ich habe Der kleine Hobbit in der Unterstufe, 5./6. Klasse oder so, bereits gelesen, kann mich damals an viele Längen erinnern, die mich langweilten. Jetzt bin ich älter, erfahrener – und weiß das Werk auf ganz neue Weise zu schätzen.

Stefan Keller: Das Ende aller Geheimnisse

Dieser Neuzugang kam überraschend. Stefan Keller unterrichtet an der Universität zu Köln mehrere Kurse zum kreativen Schreiben, von denen ich zwei belegt habe. Auf Twitter haben wir festgestellt, dass ich leider noch nie ein Buch von ihm gelesen habe – ich weiß gar nicht, wieso noch nicht. Am nächsten Tag öffnete ich den Briefkasten und da lag ein Exemplar seines neuen Krimis über Heidi Kambemba,  die erste schwarze Kriminalkommissarin in Deutschland. Für sie kein Problem, wohl aber für ihr Umfeld. Ich verspreche mir also einen spannenden Kriminalfall und eine interessante Protagonistin. Der rowohlt Verlag verspricht im Klappentext: „Packend und politisch – ein Krimi mit Tiefgang!“ – Dann schauen wir doch mal, was der Herr Schreiblehrer selbst so verbricht.

Annika Thor: Eine Insel im Meer

Buchpost vom Carlsen Verlag! Diese Geschichte zweier jüdischer Mädchen, die vor den Nazis auf eine Insel in Schweden flüchten, wurde ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Jury begründete dies 1999 wie folgt: „Durch sensible Beobachtung und unprätentiöse Sprache wird die Entwicklungsgeschichte eines jungen Mädchens mit einem Stück Zeitgeschichte verknüpft. Entstanden ist ein eindrucksvolles und bewegendes Buch über den Verlust von Heimat, Entwurzelung und die erfolgreiche Neuorientierung in einem fremden Land.“

Samanta Schweblin: Das Gift

An dieser Neuerscheinung ist die unglaublich gute Lesung im Literaturhaus Köln Schuld. Dort wurde die Geschichte um einen Fluch in einem kleinen spanischen Ort vorgestellt. Betrachtet man nur den Inhalt, so klang die Geschichte eigentlich nicht wie etwas, das mich so begeistern würde, dass ich einfach nicht ohne Buch das Literaturhaus verlassen konnte: eine Heilerin, die dem Tode geweihte Kinder versucht zu retten, zwei Mütter, mysteriöse Verwicklungen. Doch Suhrkamp verspricht nicht zu viel, wenn der Verlag schreibt: „Eine hypnotisierende Geschichte. Packende, fantastische Literatur.“ – Ich freue mich bereits auf die Lektüre.

Ulrike Anna Bleier: Schwimmerbecken

Und auch für diesen Neuzugang ist das Literaturhaus Köln Schuld. Denn erst durch ihr Frühjahrsprogramm bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden: Geschrieben in Episoden, kann man ihn in beliebiger Reihenfolge lesen. Ich glaube, das werde ich mal auf Herz und Nieren testen und diese Geschichte um zwei unterschiedliche Zwillinge und das „anarchisch Bayerische“ von hinten nach vorne lesen.

 

* * *

Das war’s auch „schon“. Im Februar habe ich bereits zwei Bücher angefragt, die unbedingt in mein Regal wandern sollen – aber ich habe mir fest vorgenommen, dass es dabei bleiben wird. Oder … naja. Es wäre zumindest schön. Mal sehen. Wobei ich schon ein paar andere Titel im Auge hätte, die sich schön in meinem Bücherregal machen würden …

1 Kommentar

  1. Bella's Wonderworld sagt: Antworten

    Hallo liebe Kerstin,

    ich bin schon sehr auf deine Meinung zu Tom Shippeys Biographie gespannt und hoffe natürlich das du in der nächsten Zeit dir auch etwas Freiraum für den Hobbit schaffen kannst.

    Mir erging es ehrlich gesagt beim ersten Mal lesen genauso. Ich habe vor ca. 15 Jahren zuerst „Der Herr der Ringe“ gelesen und etwas später „Der kleine Hobbit“, und fand den Hobbit im Vergleich nicht so herausragend.

    Jetzt beim zweiten Lesen ist es mir komplett anders ergangen. Ich habe mich regelrecht in die Wortkunst Tolkiens verliebt und die Geschichte von Bilbo mit anderen Augen gesehen. Diese schöne Geschichte werde ich sicherlich in Zukunft noch öfter lesen 🙂

    Liebe Grüße
    Bella

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